Ultraschalldiagnostik

Ultraschallgeräte erzeugen Bilder von Organen, Geweben und Gefäßen. Aber wie kommen diese Bilder eigentlich zustande?

Der Schallkopf des Ultraschallgeräts sendet Schallsignale aus. Die Tonhöhe (Frequenz) dieses Schalls ist so hoch, dass dieser für das menschliche Ohr nicht hörbar ist (daher nennt man ihn Ultra-Schall). Der ausgesendete Schall wird von den verschiedenen Geweben im Körper in unterschiedlicher Weise reflektiert. Der Schallkopf des Ultraschallgeräts sendet nicht nur Signale aus, sondern „lauscht“ auch auf die reflektierten Signale. Aus den Veränderungen des Signals wird letztlich das Ultraschallbild errechnet. Aus diesem Prinzip – aus Schallinformationen ein Bild zu errechnen – leitet sich der Name der Methode Sonografie ab, was in etwa „Schallverbildlichung“ bedeutet. Das gleiche Prinzip wie der medizinischen Sonografie mit Ultraschallgeräten – das Auswerten des reflektierten Schallsignals – liegt auch Echoloten zugrunde, und auch Fledermäuse orientieren sich im Raum mithilfe von Ultraschall.

Bauchschmerzdiagnostik als ein Beispiel für die Stärken der Ultraschalluntersuchung

In der kinder- und jugendärztlichen Praxis spielen insbesondere chronische oder immer wiederkehrende Bauchschmerzen eine große Rolle. Sie beeinträchtigen die Lebensqualität vieler Patientinnen und Patienten, ihre genauen Ursachen sind aber oftmals schwer zu ermitteln. Ursachen im Bauchraum, aber auch fern davon, können Bauchschmerzen auslösen. Mit der Ultraschalldiagnostik können nicht nur die Organe selbst, sondern auch zahlreiche ihrer Funktionen sicht- und messbar gemacht werden. Bauchschmerzen lassen sich so schnell eingrenzen und einfache Maßnahmen, wie z.B. eine Ernährungsumstellung bei Zuckerfehlverdauung, können gezielt empfohlen werden. Das Rückfließen von Magensäure in die Speiseröhre, eine häufige Ursache von Bauchschmerzen, kann direkt sichtbar gemacht werden. Störungen des Nahrungstransportes, Entzündungen des Darms, Vergrößerung von Lymphknoten, Schwellungen von Leber und Milz, Durchblutungsstörungen und Gefäßkompressionen führen oft zu wiederkehrenden Bauchschmerzen und entgehen nicht selten der Erstbeurteilung.

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