Einladung zum Dialog

Ich freue mich sehr über die überwiegend sehr zustimmenden Patientenbewertungen bei jameda. Allerdings sind jameda – und andere Ärzteportal-Bewertungen nicht ganz unverfänglich, wie diese Beiträge im Deutschen Ärzteblatt offenlegen (Arztbewertung bei Jameda: Rechtswidrige Meinungsäußerungen, : 2. Clearingverfahren Arztbewertungsportale 2011/2012 und hier: Bewertungsportale: Die Schlechtesten der Welt Arztbewertungsportale: Die Kritik der Ärzte, Bewertungsportale: Willkürlich beurteilt, Bewertungsportale: Keine Kombination,

Welche Blüten Bewertungsportale treiben können, zeigt dieser Fall.

Zunehmend wird deutlich, dass die Arztbewertungsportale eigene wirtschaftliche Interessen verfolgen, die nicht mit denen der Patienten übereinstimmen müssen.

Konkret besteht das Geschäftsmodell von Jameda darin, den auf dem Portal zu Bewertungszwecken (zwangs-)verzeichneten Ärzten gegen Entgelt Möglichkeiten anzubieten, ihre Darstellung auf dem Portal zu verbessern. Diese „Premium-Pakete“ kosten – je nach Leistungsumfang – 59 bis 139 Euro pro Monat. „Premium-Kunden“ können ihr Profil beispielsweise durch eigene Texte und Fotos ergänzen. Zudem schützt der „Premium-Status“ davor, dass auf dem eigenen Profil Werbung für die Konkurrenz geschaltet wird. Umgekehrt werden „Premium-Kunden“ auf den Profilen ihrer nicht zahlenden Konkurrenten als Alternativen präsentiert. Sogenannte „Platin-Kunden“ werden überdies bei bestimmten Suchanfragen „auffälliger dargestellt“, dürfen Artikel im „Experten-Ratgeber“ publizieren und bekommen einen „persönlichen Ansprechpartner“. So soll jeder Premium-Eintrag auch die Auffindbarkeit des Arztes bei Google verbessern. (Auszug aus : Dtsch Arztebl 2017; 114(47): A-2228 / B-1868 / C-1822)

Vereinfacht gesagt kann ein Arzt sich bei Jameda für Entgelt vorteilhafter darstellen lassen als nichtzahlende Ärzte, wogegen einen Hautärztin vor dem Bundesgerichtshof klagt:

Bei der Klägerin, die kein zahlender Kunde von Jameda ist, führt das dazu, dass das Internetportal zu ihrem Profil Werbeanzeigen anderer, zahlender Ärzte einblendet, mit denen der jeweilige Nutzer auf deren Seiten aufmerksam wird. Geht man hingegen auf das Profil eines zahlenden Kunden, so ist dieser vor Anzeigen der Konkurrenz geschützt – der Patient sieht in diesem Moment nur das angeklickte Profil des Gold- oder Platinkunden und kein anderes. (Auszug aus NTV-Nachrichten vom 24.01.2018)

Mittlerweile ist durch höchstrichterliche Entscheidung das Geschäftsmodell von Jameda für rechtswidrig erklärt worden.

 

Die direkte, verständnisvolle und freundliche Kommunikation miteinander ist wohl immer noch der beste Weg, die eigenen Wünsche und Vorstellungen auszutauschen.

Nur gemeinsam können wir unsere und Ihre Vorstellungen verwirklichen – lassen Sie uns an Ihren Ideen teilhaben!

Schreiben Sie dazu an: praxis.scholbach@posteo.de

Über auskunft.scholbach@posteo.de  können Sie auch Auskunft zu Befunden erhalten.

Dazu schreiben Sie bitte in Ihrer Anfrage in die Betreffzeile:

„Laborauskunft per Email für Name Ihres Kindes erbeten“,

Vielen Dank!

Thomas Scholbach