Ärztliche Bescheinigungen für Kindertagesstätten und Freizeitaktivitäten

Kindertagesstätten verlangen häufig von den Eltern nach bestimmten Erkrankungen der betreuten Kinder ärztliche Atteste vor erneuter Aufnahme der Kinder in die Gemeinschaftseinrichtung.

Oft wird von den Eltern bei banalen Erkrankungen ein derartiges ärztliches Attest verlangt.

Dieses Vorgehen der Kindereinrichtung ist in den meisten Fällen nicht erforderlich und nicht rechtmäßig!

In welchen Fällen eine solche Bescheinigung den Eltern und den behandelnden Ärzten abverlangt werden kann, ist in einer Empfehlung  der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) Sachsen auf der Grundlage des 6. Abschnittes des Infektionsschutzgesetzes und in Anlehnung an die aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Institutes sowie die aktuellen Empfehlungen zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten im Freistaat Sachsen geregelt.

Danach ist eine Bescheinigung zum Beispiel nach Überstehen einer Bindehautentzündung, eines unspezifischen Ausschlages, aber auch nach vielen Kinderkrankheiten wie zum Beispiel Masern, Röteln, Mumps, Scharlach,  Ringelröteln oder Windpocken nicht erforderlich und kann daher von der Kindereinrichtung nicht verlangt werden!

Die Eltern sollten mit Hinweis auf die gesetzlichen Regelungen, welche hier nachzulesen sind, derartigen Forderungen der Kindertagesstätten entgegentreten.

Gesundheitsbescheinigungen vor Erstaufnahme in eine Kindertagesstätte oder zur Teilnahme an bestimmten Freizeitbeschäftigungen, Erwerbstätigkeit oder Sport sind prinzipiell für die Eltern kostenpflichtig.